Über uns
Der Verein Analyse und Bewertung von Umweltschadstoffen (AnBUS e.V.) ist ein gemeinnütziges Umweltinstitut, das sich vor allem mit dem Thema "Schadstoffe in Innenräumen" befasst. Dies beinhaltet neben den klassischen Altlasten wie Polychlorierten Biphenylen (PCB), Holzschutzmitteln wie Pentachlorphenol (PCP), Lindan oder DDT auch in Gebäuden neu auftretende Stoffe wie flüchtige organische Verbindungen, Geruchsbelastungen, sowie Schimmel mit seinen Stoffwechselprodukten wie Mykotoxinen und Endotoxinen.
Das Ziel unserer Arbeit liegt in der Schaffung neuer Erkenntnisse im Bereich der Gebäudeschadstoffe und der Innenraumhygiene durch Forschungsprojekte, der Förderung der wissenschaftlichen Diskussion durch die Organisation von Fachkongressen sowie die Mitarbeit in Gremien zur Erarbeitung von Leitfäden und der Beratung öffentlicher Stellen wie dem Umweltbundesamt und weiteren Behörden. Ein Schwerpunkt unserer Forschungsarbeiten ist die Untersuchung von Inhaltsstoffen von Hausstäuben.
Besonders interessante Innenräume sind für uns Museen und Ihre Depots. Sie sind keine „gewöhnlichen“ Innenräume, sondern vereinen:
- spezielle Klima- und Schutzanforderungen (geringer Luftaustausch, konstante Temperatur/Feuchte),
- lange Nutzungs- und Lagerzeiten (Depots und Sammlungen über Jahrzehnte),
- komplexe Materialwelten (Holz, Textilien, Papier, Leder, Metalle, Kunststoffe, Farben, Lacke),
- und Tätigkeiten mit direktem Schadstoffkontakt (Konservierung/Restaurierung, Schädlingsbekämpfung, Verpackung, Umzüge, Reinigung etc.).
Gerade diese Bedingungen können dazu führen, dass neben den Kulturgütern auch Gefahrstoffe „mitkonserviert“ werden und über lange Zeit in Räumen, Stäuben und an Objekten präsent bleiben. Museen erlauben es uns, viel über die Kulturgeschichte von Gefahrstoffen zu lernen und zugleich unser Wissen für den Schutz der dort Tätigen sowie für den Erhalt der Kulturgüter einzusetzen.